Dünnschicht-LNOI-Wafer-Plattform (Lithium-Niobat auf Isolator) für die integrierte Photonik

Dünnschicht-LNOI-Wafer (Lithium-Niobat auf Isolator) sind speziell entwickelte Substrate für integrierte photonische und elektrooptische Bauelemente.

Die Plattform besteht aus einer Dünnschicht aus einkristallinem Lithiumniobat, die auf eine vergrabene Oxidschicht (SiO₂) aufgebracht ist und von einem Silizium- oder isolierenden Trägerwafer getragen wird.

Diese Struktur ermöglicht eine starke optische Einschränkung, geringere Ausbreitungsverluste und eine hohe elektrooptische Effizienz, was sie zu einer der wichtigsten Materialplattformen für die moderne integrierte Photonik macht.

Dünnschicht-LNOI-Wafer (Lithium-Niobat auf Isolator) sind speziell entwickelte Substrate für integrierte photonische und elektrooptische Bauelemente.

Die Plattform besteht aus einer Dünnschicht aus einkristallinem Lithiumniobat, die auf eine vergrabene Oxidschicht (SiO₂) aufgebracht ist und von einem Silizium- oder isolierenden Trägerwafer getragen wird.

Diese Struktur ermöglicht eine starke optische Einschränkung, geringere Ausbreitungsverluste und eine hohe elektrooptische Effizienz, was sie zu einer der wichtigsten Materialplattformen für die moderne integrierte Photonik macht.


Das Konzept des Dünnschicht-Lithiumniobats (TFLN)

Unter „Dünnschicht-Lithiumniobat (TFLN)“ versteht man eine kristalline LiNbO₃-Schicht im Submikrometerbereich, die für optische Wellenleiter mit hohem Einschlussgrad und für die elektrooptische Modulation entwickelt wurde.

Im Vergleich zu massivem Lithiumniobat bietet TFLN folgende Vorteile:

  • Stärkere optische Feldbegrenzung
  • Höhere Modulationseffizienz
  • Geringerer Platzbedarf
  • Kompatibilität mit der Integration von Siliziumphotonik

TFLN wird auf LNOI-Wafern implementiert, um eine photonische Integration im Wafermaßstab zu ermöglichen.


Wafer-Architektur

Ebene Material Funktionale Rolle
Geräteebene LiNbO₃-Dünnschicht (TFLN) Elektrooptische Modulation, nichtlineare Optik
Isolierschicht SiO₂ (vergrabenes Oxid) Optische Isolation und Modeneinschränkung
Griffplatte Silizium / Quarz / Saphir Mechanische Unterstützung und Prozesskompatibilität

Wesentliche Merkmale

Extrem geringer optischer Übertragungsverlust < 0,05 dB/cm bei der Telekommunikationswellenlänge (1550 nm)

Hoher elektrooptischer Koeffizient (r₃₃ bis zu 90 pm/V)

Kompatibilität mit Wellenleitern im Submikrometerbereich für kompakte photonische Integration

CMOS-kompatible Integration mit Silizium- und Siliziumnitrid-Plattformen

Hohe thermische Stabilität mit einer Curie-Temperatur von ca. 1140 °C

Verschiedene Kristallorientierungen verfügbar: X-Schnitt, Y-Schnitt, Z-Schnitt

Wafergrößen von 3 bis 8 Zoll


Technische Daten

Parameter auf Wafer-Ebene

Parameter Spezifikation
Waferdurchmesser 3″, 4″, 6″, 8″
Dicke 525 ± 25 μm
Bogen ±50 μm
Warp <50 μm
Lokale Dickenabweichung (LTV) <1,5 μm (5 × 5 mm², 95%)

LiNbO₃-Dünnschicht

Parameter Spezifikation
Material LiNbO₃-Einkristall
Dickenbereich 300 nm – 1000 nm
Ausrichtungsgenauigkeit ±0,5°
Oberflächenrauhigkeit Ra < 1 nm
Fehlerkriterien Keine Hohlräume > 1 mm

Vergrabene Oxidschicht

Parameter Spezifikation
Material SiO₂
Dicke 100 nm – 2 μm (individuell anpassbar)
Einheitlichkeit ±5%

Fertigungstechnik

LNOI-Wafer werden unter Verwendung halbleiterkompatibler Verfahren hergestellt:

  • Kontrollierte Ionenimplantation zur Definition von Kristallschichten
  • Wafer-Bonding auf isolierende Substrate
  • Thermisches Tempern zur Wiederherstellung der Kristallqualität
  • Chemisch-mechanisches Polieren (CMP) zur Oberflächenplanarisierung
  • Messtechnische Prüfung zur optischen und strukturellen Qualitätssicherung

Anwendungsbereiche

Integrierte optische Kommunikationssysteme mit Hochgeschwindigkeitsmodulatoren für die Übertragung von 100G bis 800G

Quantenphotonische Systeme zur Erzeugung verschränkter Photonen und zur Quanteninformationsverarbeitung

Mikrowellenphotonik für die HF-Signalverarbeitung und photonische Millimeterwellen-Systeme

Nichtlineare optische Bauelemente, einschließlich Frequenzkonversion und Erzeugung optischer Frequenzkämme

Integrierte optische Sensorsysteme für die biochemische und umweltbezogene Überwachung


Leistungsvergleich

Eigentum LiNbO₃ in Großmengen LNOI-Dünnschichtplattform
Optischer Verlust Höher <0,05 dB/cm
Geräteabmessungen Groß Submikrometerbereich
Integrationsfähigkeit Begrenzt Hochdichte photonische Integration
CMOS-Kompatibilität Nein Ja
Modulationseffizienz Mäßig Hoch (Vπ ~ 1 V erreichbar)

Maßgeschneiderte technische Lösungen

Kristallorientierung wählbar zwischen X-, Y- und Z-Schnitt-Konfigurationen

Dünnschichtdicke im Bereich von 300 nm bis 1000 nm

Einstellbare Dicke des vergrabenen Oxids zur Abstimmung der optischen Einschränkung

Zu den Substratoptionen gehören Silizium, Quarz und Saphir

Optionale MgO-Dotierung zur Verbesserung der optischen Schadensschwelle


Qualitätssicherung und Messtechnik

Jeder Wafer durchläuft eine strenge Prüfung nach Halbleiter-Standards:

Messung optischer Verluste in Telekommunikationswellenlängenbereichen

Rasterkraftmikroskopie zur Beurteilung der Oberflächenrauheit

Infrarotprüfung zur Überprüfung der Unversehrtheit der Klebefläche

Darstellung der Dicke und Gleichmäßigkeit über den gesamten Wafer

Analyse der Wafer-Ebenheit und der Spannungsverteilung


Technische und fertigungstechnische Kompetenzen

ZMSH bietet umfassende LNOI-Wafer-Engineering-Lösungen an, darunter Materialdesign, Entwicklung von Wafer-Bonding-Verfahren, Unterstützung bei der Herstellung photonischer Bauelemente, Nanofabrikationsverfahren (EBL, IBE) sowie Dienstleistungen zur optischen Charakterisierung.

Die Produktionskapazitäten decken sowohl die Prototypenfertigung im Forschungs- und Entwicklungsmaßstab als auch die Fertigung kleiner bis mittlerer Losgrößen ab, wobei eine stabile 6-Zoll-Produktion gewährleistet ist und die Entwicklung von 8-Zoll-LNOI-Plattformen vorangetrieben wird.


Häufig gestellte Fragen

1. Wofür wird Lithium-Niobat-Dünnschicht verwendet?
Es findet Anwendung in der integrierten Photonik, der optischen Kommunikation, der Quantenphotonik und bei nichtlinearen optischen Bauelementen.

2. Wie dick ist eine Lithium-Niobat-Dünnschicht in der Regel?
Die Schichtdicke liegt je nach den Anforderungen des Bauteils in der Regel zwischen 300 nm und 1000 nm.

3. Welche Vorteile bietet LNOI gegenüber Lithium-Niobat in loser Form?
LNOI ermöglicht geringere optische Verluste, eine höhere Integrationsdichte und Kompatibilität mit Silizium-Photonik-Plattformen.

4. Ist LNOI mit Siliziumphotonik kompatibel?
Ja, LNOI lässt sich in photonische Plattformen aus Silizium und Siliziumnitrid integrieren.

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